Die aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes IT.NRW weisen für das Jahr 2025 insgesamt
1.302.344 Übernachtungen in der Region Das Bergische aus. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies
einem leichten Rückgang von 0,3 Prozent. Damit bewegen sich die Zahlen nahezu auf Vorjahresniveau
– bei gleichzeitig unterschiedlichen Entwicklungen in den Teilregionen.
Der Rheinisch-Bergische Kreis verzeichnet 488.023 Übernachtungen und damit ein Plus von 1,8
Prozent. Der Oberbergische Kreis kommt auf 795.037 Übernachtungen und verbucht ein Minus von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Stadt Lohmar, die einzige Kommune aus dem Rhein-Sieg-Kreis, für die Zahlen vorliegen*, konnte ihre Übernachtungen um 6,3 Prozent steigern. Insgesamt ergibt sich für die Gesamtregion dennoch ein geringfügiges Minus von 0,3 Prozent.
„Unsere Region ist traditionell stark vom Geschäftsreisetourismus geprägt. Entwicklungen in diesem
Segment wirken sich unmittelbar auf die Statistik aus – insbesondere vor dem Hintergrund der
derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“, erklärt Gabi Wilhelm, Geschäftsführerin von Das
Bergische. „Der Tagestourismus ist und bleibt daneben der Umsatzbringer unserer Region, der neben
dem Übernachtungstourismus mit über 13 Millionen Tagesgästen pro Jahr zahlenmäßig in der Statistik von IT.NRW nicht zu Buche schlägt.”
Gleichzeitig gewinnt der Freizeittourismus weiter an Bedeutung. Zahlreiche Betriebe berichten von einer spürbaren Veränderung der Gästestruktur: Der Anteil von Urlauberinnen und Urlaubern, dazu zählen vor allem auch Familien und Gruppen, Wander- und Radtouristen sowie Kurzreisenden sei in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Besonders kleine Ferienwohnungen und Pensionen profitieren von dieser Entwicklung. Diese Betriebe mit weniger als zehn Betten werden in der amtlichen Statistik jedoch nicht erfasst, sodass die offiziellen Zahlen nur einen Teil des tatsächlichen touristischen Geschehens abbilden.
Auch die Resonanz auf digitale Angebote, Social-Media-Kanäle und Messeauftritte der
Tourismusorganisation Das Bergische zeigt deutlich: Das Interesse an Natur-, Wander- und
Radangeboten wächst weiter. Bereits der Jahresauftakt auf der Messe „Reise + Freizeit“ in Münster hat die hohe Nachfrage nach Aktiv- und Kurzurlaub im Bergischen bestätigt.
„Wir messen den Erfolg unserer Arbeit nicht ausschließlich an Übernachtungszahlen“, so Wilhelm. „Neben der quantitativen Entwicklung gewinnen Themen wie Nachhaltigkeit, regionale Wertschöpfung und Wirtschaftskraft sowie Akzeptanz in der Bevölkerung zunehmend an Bedeutung. Tourismus ist Lebensraummanagement – und wir gestalten ihn gemeinsam mit unseren Partnern zukunftsfähig. Denn gerade auch die hier wohnenden Menschen nutzen die Freizeitinfrastruktur und die bergische Gastgeberkultur auf vielfältige Weise, und Tourismus schafft und sichert zudem ortsgebundene Arbeitsplätze”, erläutert die Geschäftsführerin von Das Bergische. Als unterstützendes und positives Signal ist darüber hinaus die soeben seitens der Bundesregierung beschlossene Nationale
Tourismusstrategie zu bewerten. Hiermit sollen die Weichen für nachhaltige Perspektiven von Hotels,
Gastronomie und anderen Unternehmen im Tourismussektor geschaffen werden.
Für 2026 plant Das Bergische weitere Maßnahmen zur Stärkung des Übernachtungstourismus und zur
gezielten Profilierung als attraktive Aktiv- und Naturdestination. Ziel ist es, den wachsenden
Freizeittourismus weiter auszubauen und die positive Entwicklung nachhaltig zu verstetigen.
*Für drei der vier zum Bergischen gehörenden Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises hat IT.NRW keine Zahlen veröffentlicht, da aufgrund der geringen Anzahl an Beherbergungsbetrieben individuelle Rückschlüsse auf einzelne Betriebe möglich wären.
